260 Produktaufnahmen, komplett aus dem Rechner
STUDIO KALZ übernahm die gesamte Produktvisualisierung in 3D und lieferte am Ende 260 fotorealistische Produktaufnahmen, ganz ohne Kamera. Dazu entstanden 3D-Produktvisualisierungen, freigestellte Produktbilder und automatisierte Batch-Renderings. Der Trick steckt im digitalen Modell: Ist ein Produkt einmal gebaut, entstehen sämtliche Farb- und Größenvarianten per Batch-Rendering automatisch, alle mit identischer Perspektive, Beleuchtung und Bildsprache. Allein die Varianten summierten sich zu hunderten Einzelbildern, die exakt denselben Look tragen mussten. Änderte sich ein Produkt mitten im Projekt, ließ sich die neue Farbe oder die verschobene Logo-Position einfach im Modell nachziehen. Kein Neuaufbau, kein neues Shooting. Diese Flexibilität war der eigentliche Grund, warum die enge Deadline überhaupt zu halten war.

Die eigentliche Hürde: Farben ohne Farbcode
Die größte Herausforderung lag ausgerechnet in etwas scheinbar Einfachem - der Farbe. Für die neuen Produkte gab es keine genormten Farbcodes, an denen sich die digitalen Materialien hätten ausrichten lassen. Alles, was vorlag, waren kleine physische Farbkacheln. Für eine Designmarke wie Wesco, deren kräftige Farbwelt und das berühmte Wesco-Rot zum Markenkern gehören, war exakte Farbtreue aber nicht verhandelbar. STUDIO KALZ entwickelte deshalb kurzerhand einen eigenen Farbworkflow: Ein Farbmessgerät erfasst jede Kachel direkt und übersetzt sie in präzise digitale Farbwerte. So treffen die Renderings die realen Produktfarben punktgenau, über das komplette Sortiment und jede einzelne Variante hinweg.
Das Farbmanagement war der wirklich knifflige Teil. Es gab keine Farbcodes, nur ein paar kleine Kacheln - also haben wir kurzerhand mit einem Farbmessgerät einen eigenen Workflow gebaut, um jede Farbe exakt zu treffen. - Niels Kalz, 3D-Artist
Von der Messe bis in den Onlineshop
Rechtzeitig zur Messe stand das komplette Bildmaterial, die Bedrohung des engen Zeitplans war abgewendet. Doch der Nutzen reicht weit über den Messeauftritt hinaus. Wesco setzt die Visualisierungen heute über alle Kanäle ein: im Onlineshop, in Marketing und Social Media, in Katalogen und Broschüren sowie bei Marktplätzen und Handelspartnern. Weil alle Bilder aus demselben 3D-Setup stammen, wirkt der Auftritt über jeden Kanal wie aus einem Guss, passend zu einer Marke, die aus dem Mülleimer ein Möbelstück gemacht hat. Und weil die digitalen Modelle erhalten bleiben, entstehen künftige Farben und Varianten jederzeit nach. Ganz ohne neues Shooting.
Der große Auftritt: Ambiente 2026
Vom 6. bis 10. Februar 2026 präsentierte Wesco die neuen Serien schließlich auf der Ambiente 2026 in Frankfurt - auf einem Messestand im Stil eines retro-futuristischen American Diners. Gezeigt wurden genau die Produkte, die Wochen zuvor rein digital entstanden waren: das To-Go-Sortiment mit der Bready-Lunchbox, dem Foody-Food-Jar und der Swally-Trinkflasche, der Haustierbedarf rund um Buddy Bin und Buddy Bowls, die Vorratsserien Dotty Bold und Dotty View sowie die Müllbehälter Big Swing und Big Open und die Outdoor-Linien Ashboy und Cubeboy. Laut Wesco stießen die Neuheiten bei Fachhändlern, Partnern und Medienvertretern auf durchweg positive Resonanz. Dass Katalog, Stand und Kommunikation schon vor den ersten Serienmustern ein einheitliches Bild abgaben, geht direkt auf die 3D-Visualisierungen zurück.
























